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Bauernkrapfen

erstellt am: 04.10.2012 | von: Christina | Kategorie(n): Fingerfood, Süßes

Ab und zu haben mein Mann und ich Lust auf etwas klassisch-traditionelles. Aber nicht nur das war ein Grund, warum wir unbedingt wieder einmal Bauernkrapfen essen wollten, sondern auch der, dass wir letzthin bei unserem Besuch am Kirchtag keinen frischen Krapfen mehr bekamen (waren leider überall ausverkauft … ).
 
Also nahm ich ein Rezept aus einer alten „Gusto“, das ich einmal zur Seite gelegt hatte und lernte, dass Krapfen machen, im Prinzip einfacher ist, als gedacht. =)

Wieso ich zuvor selbst noch nie Krapfen gebacken habe, weiß ich bis heute nicht. Meine Mutter hatte schon früher, als ich ein Kind war, die besten Krapfen gemacht, die ich, bis heute, je gegessen habe!!
Es gibt nichts schöneres als solche Kindheitserinnerungen. Das Beste an Bauernkrapfen war bzw. immer noch ist, dass man sie salzig, also mit Sauerkraut, als auch süß, mit Marmelade gefüllt, essen kann.

Hier das Rezept:

Bauern-Krapfen
Zutaten für ca. 22 Stück:
180 ml Milch
1 Pkg. Germ (42 g)
500 g glattes Mehl
2 Eier (Gr. M)
2 Eidotter
40 g Kristallzucker
1 Pkg. Vanillezucker
Schale von 1 Bio-Zitrone
70 g weiche Butter
1 EL Rum
Salz

 
Zubereitung:

1.       Das Mehl in eine Schüssel geben und ca. 100 ml von der Milch lippenwarm (ca. 30°C) erwärmen. Den Germ in eine Mulde im Mehl einbröseln und mit der Milch und etwas Mehl vom Rand zu einem dickflüssigen Brei (Dampfl) verrühren. An einem warmen Ort und einem Tuch zugedeckt ca. 30 Minuten gehen lassen. Das Volumen muss sich dabei deutlich vergrößern.

2.       Eier, Dotter, Salz, Kristallzucker, Vanillezucker, abgeriebene Zitronenschale, Milch, Butter und 1 EL Rum in die Mehl-Germ-Masse geben und mit Knetzhaken zu einem glatten Teig abschlagen.

3.       Teig bemehlen, mit einem Küchentuch zudecken und bei Zimmertemperatur ca. 30 Minuten rasten lassen. Das Volumen sollte sich dabei etwa verdoppeln.

4.       Teig kurz durchkneten und auf einer bemehlten Arbeitsfläche ca. 1 cm dick ausrollen. 18 – 22 Scheiben (Durchmesser etwa 8 cm) ausstechen. Scheiben mit Mehl bestreuen und mit einem Tuch abgedeckt ca. 30 Minuten aufgehen lassen.

5.       Mit dem Daumen in die Mitte der Teigscheiben eine Vertiefung drücken, der Rand bleibt dick. Vertiefung mit den Zeigefingern nach außen ziehen, der Krapfen wird dabei ein wenig größer.

6.       Öl auf ca. 170°C erhitzen. Krapfen in mehreren Arbeitsgängen backen: Krapfen mit der Vertiefung nach unten ins Öl legen. Beidseitig goldbraun backen. Herausheben, abtropfen und auskühlen lassen. Krapfen mit Marmelade füllen und mit Staubzucker bestreuen.



Ich habe mich wirklich genau an die Anleitung gehalten, damit ja nichts schief geht. Außer dass ich mir den Butter-Eier-Abtrieb gespart habe. Die Konsistenz des Teiges war wirklich sehr fein – er löste sich leicht aus der Schüssel und hatte eine seidig glänzende Oberfläche (wie es sich für einen ordentlichen Germteig gehört =) ).

Beim herausbacken machte ich zuerst den Fehler, dass das Öl etwas zu heiß war. Dadurch wurden die ersten Krapfen etwas dunkel. Aber als ich dann mit der Temperatur etwas zurück ging, wurden die Krapfen wie am Fließband so flott, schön braun gebacken.
 


Geschmacksfazit:
Die Krapfen schmecken wirklich sehr gut! Der Teig ist schön feinporig und so ein Aroma findet man kaum bei gekauften Bauernkrapfen. Mit einer leckeren selbstgemachten Marmelade und Staubzucker sind diese Krapfen ein Gedicht.

Ich werde künftig keine Scheu mehr vor selbstgemachten Krapfen haben. Praktisch ist, dass es gleich ein größerer Schwung ist, den man da bäckt – und man kann davon einen Teil wunderbar einfrieren!

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Kommentar

Oh, die sehen toll aus! Meine Oma hat die früher auch gemacht und die waren immer wahnsinnig lecker. Die werde ich demnächst gleich mal ausprobieren.

LG, Marlene